Humanitäre Hilfe und Stabilisierung

Not und Katastrophen die Stirn bieten

Angesichts einer durchschnittlichen Lebenserwartung von rund 60 Jahren  und einer weiterhin hohen Mütter- und Kindersterblichkeit  zählt der Ausbau des Gesundheitssystems zu einer der höchsten Prioritäten der afghanischen Entwicklungsstrategie. Die deutsche Bundesregierung unterstützt das Gesundheitsministerium in Afghanistan dabei, funktionsfähige Gesundheitseinrichtungen aufzubauen. Die Bevölkerung in entlegenen Distrikten soll dadurch schneller und einfacher Ärzte aufsuchen können und von einer medizinisch adäquaten Behandlung profitieren.

Darüber hinaus lebt mehr als ein Drittel der afghanischen Bevölkerung in Armut . Besonders bedürftig sind afghanische Binnenflüchtlinge, die ihre Heimatorte verlassen und sich in einer anderen afghanischen Region niedergelassen haben. Im Jahr 2015 schätzte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) die Zahl der Binnenvertriebenen im Land auf über 940.000. Die Versorgungslage von Binnenflüchtlingen ist teilweise noch schlechter als die der ortsansässigen Bevölkerung. Vereinzelt führt diese Situation auch zu Konflikten zwischen Gastgemeinden und Binnenflüchtlingen.

Nicht nur Konflikte, sondern auch Naturkatastrophen können Menschen ihrer Heimat berauben. Extreme Naturereignisse wie Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und Erdbeben bedrohen die Lebensgrundlagen der Bevölkerung.

Die Bundesregierung arbeitet mit dem afghanischen Ministerium für Flüchtlinge und Repatriierung und mit Provinz- und Gemeindeverwaltungen sowie mit dem afghanischen Finanzministerium zusammen, um die Situation der Binnenflüchtlinge zu verbessern und Menschen vor Ort gegen Naturkatastrophen zu wappnen.

Nähere Informationen zu unserer Arbeit im Schwerpunkt Gesundheit & Nothilfe finden Sie unter den Projektbeschreibungen und den „Geschichten “.

Unsere Arbeit im Schwerpunkt

Binnenvertriebene integrieren – mehr als eine logistische Herausforderung Um die Lebensbedingungen von Flüchtlingen langfristig zu verbessern, unterstützt die Bundesregierung Afghanistan in der Umsetzung der Nationalen Strategie für die Binnenvertriebenen. Diese dient unter anderem der Integration in die Gesellschaft am neuen Wohnort. mehr
Die Gesundheitsversorgung der afghanischen Bevölkerung verbessern Um den Gesundheitsschutz auch über die Grenzen der Hauptstadt Kabul hinaus zu gewährleisten, unterstützt die Bundesregierung den Wiederaufbau und die medizinisch adäquate Ausstattung von Gesundheitszentren in Afghanistan. Auch Maßnahmen zur Bekämpfung des neben Nigeria und Pakistan nur noch in Afghanistan endemischen „wilden“ Poliovirus werden durch die Bundesregierung gefördert. mehr