Humanitäre Hilfe und Stabilisierung

Not und Katastrophen die Stirn bieten

Angesichts einer durchschnittlichen Lebenserwartung von fast 63 Jahren und einer weiterhin hohen Mütter- und Kindersterblichkeit zählt der Ausbau des Gesundheitssystems zu einer der höchsten Prioritäten der afghanischen Entwicklungsstrategie. Die deutsche Bundesregierung unterstützt das Gesundheitsministerium in Afghanistan dabei, funktionsfähige Gesundheitseinrichtungen aufzubauen. Die Bevölkerung in entlegenen Distrikten soll dadurch schneller und einfacher Ärzte aufsuchen können und von einer medizinisch adäquaten Behandlung profitieren.

Darüber hinaus lebt mehr als ein Drittel der afghanischen Bevölkerung in Armut. Besonders bedürftig sind afghanische Binnenflüchtlinge, die ihre Heimatorte verlassen und sich in einer anderen afghanischen Region niedergelassen haben. Im Jahr 2016 schätzte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) die Zahl der Binnenvertriebenen (IDPs) im Land auf über 1.200.000. Die Versorgungslage von Binnenflüchtlingen ist teilweise noch schlechter als die der ortsansässigen Bevölkerung. Vereinzelt führt diese Situation auch zu Konflikten zwischen Gastgemeinden und Binnenflüchtlingen.

Nicht nur Konflikte, sondern auch Naturkatastrophen können Menschen ihrer Heimat berauben. Extreme Naturereignisse wie Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und Erdbeben bedrohen die Lebensgrundlagen der Bevölkerung.

Die deutsche Bundesregierung arbeitet mit dem afghanischen Ministerium für Flüchtlinge und Repatriierung und mit Provinz- und Gemeindeverwaltungen sowie mit dem afghanischen Finanzministerium zusammen, um die Situation der Binnenflüchtlinge zu verbessern und Menschen vor Ort gegen Naturkatastrophen zu wappnen.

Nähere Informationen zu unserer Arbeit im Schwerpunkt Gesundheit & Nothilfe finden Sie unter den Projektbeschreibungen und den „Geschichten “.

Unsere Arbeit im Schwerpunkt

Binnenvertriebene integrieren – mehr als eine logistische Herausforderung Um die Lebensbedingungen von Flüchtlingen langfristig zu verbessern, unterstützt die Bundesregierung Afghanistan in der Umsetzung der Nationalen Strategie für die Binnenvertriebenen. Diese dient unter anderem der Integration in die Gesellschaft am neuen Wohnort. mehr
Fachkräfteintegration in Afghanistan Um die Managementfähigkeiten afghanischer Fachministerien, wichtiger Institutionen und Verwaltungsorgane zu erhöhen, unterstützt die Bundesregierung die Vermittlung Integrierter Fachkräfte in den afghanischen Arbeitsmarkt. mehr
Die Gesundheitsversorgung der afghanischen Bevölkerung verbessern Um den Gesundheitsschutz auch über die Grenzen der Hauptstadt Kabul hinaus zu gewährleisten, unterstützt die Bundesregierung den Wiederaufbau und die medizinisch adäquate Ausstattung von Gesundheitszentren in Afghanistan. Auch Maßnahmen zur Bekämpfung des neben Nigeria und Pakistan nur noch in Afghanistan endemischen „wilden“ Poliovirus werden durch die Bundesregierung gefördert. mehr
Bergbau in Afghanistan – Hochschulausbildung verbessern & Innovationen schaffen Um die Potenziale im Rohstoffsektor besser ausschöpfen zu können, unterstützt die Bundesregierung Afghanistan dabei, die fachliche Hochschulausbildung für die Bergbauindustrie zu verbessern, sie auf die Bedürfnisse von Arbeitsmarkt und Wirtschaft anzupassen und internationaler zu vernetzen. mehr
Grenzüberschreitende Entwicklung und Kooperation fördern Um die Lebensgrundlagen der Bewohnerinnen und Bewohner schwer zugänglicher Grenzregionen in Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan zu verbessern, deren Kooperation und Integration zu ermöglichen sowie die wirtschaftliche Entwicklung voranzubringen, fördert die Bundesregierung den dortigen Ausbau der sozioökonomischen Infrastruktur. mehr
Lebensqualität und Beschäftigungsmöglichkeiten im Herzen Kabuls schaffen Um ansprechende Angebote für Jugendliche und Frauen zu schaffen, unterstützt die Bundesregierung die Revitalisierung des historischen Chihilsitoon-Parks („40-Säulen-Park“) im Süden Kabuls. Der mit 12 ha größte Park Kabuls wird nun modern angelegt und wiederbelebt. mehr
Schulförderung in Afghanistan – für einen besseren Unterricht Um die Bildung von afghanischen Kindern und Jugendlichen kontinuierlich zu verbessern, unterstützt die Bundesregierung drei Modellschulen in Kabul, die als Vorbild für Bildungseinrichtungen gelten sollen: Die Amani-Schule für Jungen, die Aisha-e-Durani-Schule für Mädchen und das Lycée Jamhuriat, ein Wirtschaftsgymnasium für Mädchen. mehr
Starke lokale Regierungsstrukturen zur Stabilisierung Nordafghanistans Um lokale Strukturen der Regierungsführung auf Distriktebene zu stärken und gleichzeitig die Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung in ländlichen Gebieten zu verbessern, unterstützt die Bundesregierung die dafür notwendige Entwicklung von Kapazitäten sowie kleinere Infrastrukturmaßnahmen in Afghanistan. mehr

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20.11.2017 | Pressemitteilung
15.11.2017 | Pressemitteilung

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