Erneuerbare Energien für Afghanistan

Um langfristig eine gleichermaßen nachhaltige und effiziente Stromversorgung in Afghanistan zu gewährleisten, unterstützt die Bundesregierung Afghanistan beim Bau dezentraler Stromerzeugungsanlagen auf Basis von erneuerbaren Energien.

Situation

Noch ist die Stromversorgung Afghanistans in vielen Regionen nicht vorhanden oder begrenzt: Mehr als drei Viertel der afghanischen Landbevölkerung haben keinen Zugang zu einer geregelten Stromversorgung. Eine gesicherte Stromversorgung ist jedoch die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung, medizinische Versorgung sowie Bildung. Darüber hinaus wird ein Großteil des aktuell vorhandenen Stroms aus dem Ausland importiert – etwa 60 %. Dies führt wiederum zu Abhängigkeiten von Ländern wie beispielsweise Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan.

Ziel

Das Vorhaben beabsichtigt, die afghanische Bevölkerung sowie Wirtschaftsbetriebe mit elektrischer Energie, basierend auf erneuerbaren Energien, zu versorgen. Außerdem sollen die Beschäftigung erhöht, wirtschaftliches Wachstum gefördert und die Lebensbedingungen der Afghaninnen und Afghanen verbessert werden.

Wirkung

Mit Hilfe der Unterstützung zur dezentralen Stromversorgung durch erneuerbare Energien werden zusätzliche Hausanschlüsse mit Energie versorgt – und nicht wie zuvor mittels teurer und umweltunfreundlicher Dieselmotoren. Der Ausbau von modernen Übertragungs- und Verteilungsnetzen erzielt somit Emissionseinsparungen. Darüber hinaus tragen die Infrastrukturmaßnahmen zur Steigerung der Übertragungsleistung bei.

Aktuell wurde in Faizabad der Ausbau des Stadtnetzes abgeschlossen. Die Bauarbeiten für das Wasserkraftwerk in Faizabad haben bereits begonnen. Dort werden bis zu 60.000 Einwohnerinnen und Einwohner (etwa 9.200 Haushaltsanschlüsse) nach Fertigstellung des Wasserkraftwerkes und des entsprechenden Anschlusses an das Stadtnetz von der Versorgungsleistung durch erneuerbare Energien profitieren.

Übersicht

Engagement in den Provinzen Badakhshan, Takhar, Kunduz, Baghlan, Balkh.
Programm:
Dezentrale Stromversorgung durch erneuerbare Energien
Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner:
Ministerium für Energie und Wasser Afghanistan bzw. Nationaler Stromversorger Afghanistan (Da Afghanistan Breshna Sherkat, DABS)
Durchführungs-organisationen:
KfW
Provinzen:
Badakhshan, Baghlan, Balkh, Kunduz, Takhar
Programmziel:
Elektrische Energie in ausgewählten ländlichen Zentren bereitstellen.
Gesamtlaufzeit:
Juni 2007 – April 2020
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