Mit Wasserkraft zuverlässige Energie für die Hauptstadt

Um der afghanischen Bevölkerung eine zunehmend gesicherte Stromversorgung zu gewährleisten, unterstützt die Bundesregierung Afghanistan bei der Rehabilitierung der Strominfrastruktur sowie von Anlagen zur Energieproduktion wie beispielsweise Wasserkraftwerken.

Situation

Aufgrund jahrzehntelanger gewaltsamer Konflikte im Land wurde die Infrastruktur Afghanistans zu großen Teilen schwer beschädigt oder gar zerstört. So auch die beiden Wasserkraftwerke in unmittelbarer Nähe von Kabul: Mahipar und Sarobi. Die beiden Kraftwerke sind die wichtigsten Stromlieferanten der Hauptstadt. Ohne sie stünden langanhaltende Stromausfälle auf der Tagesordnung – diese erschweren den Alltag der Bevölkerung und hemmen die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Ziel

Ziel der Maßnahmen ist es, einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und Verbesserung der Stromversorgung Kabuls zu leisten, um eine Grundlage für den Wiederaufbau des Landes sowie sozialer und wirtschaftlicher Aktivitäten zu schaffen.

Wirkung

Die Wiederinstandsetzung beider Wasserkraftwerke umfasste dringend benötigte Reparaturarbeiten, wie zum Beispiel die Rehabilitierung von Turbinen- bzw. Generatoreinheiten, weitere Baumaßnahmen für die Inbetriebnahme beider Kraftwerke sowie Beratungsleistungen für eine adäquate Reparatur und Nutzung. Die Gesamtkosten der Rehabilitierung der beiden Wasserkraftanlagen wurden zu etwa 15 % durch Finanzmittel des Treuhandfonds für Wiederaufbau der Weltbank (ARTF)  ergänzt.

Darüber hinaus wurde das Betriebspersonal der Kraftwerke und der Umspannstation Breshna Kot in Kabul geschult, um langfristig eine optimale und technisch schonende, effiziente Nutzung der Kraftwerke zu ermöglichen.

Seitdem die beiden Wasserkraftanlagen Mahipar und Sarobi wieder instand gesetzt werden konnten, leisten diese einen wichtigen Beitrag zu einer gesicherten und verbesserten Elektrizitätsversorgung der Hauptstadt Kabul und der umliegenden Region – unter der Voraussetzung einer effizienten Nutzung des vorhandenen Wasserkraftpotenzials. Beide Kraftwerke erzeugen mittlerweile 302 Gigawattstunden Energie – dreimal so viel wie in der Vergangenheit. Davon profitieren mittlerweile 312.000 Haushalte – mehr als 1,96 Million Menschen – und nahezu 13.000 Unternehmen.

Übersicht

Engagement in Hauptstadt Kabul.
Programm:
Rehabilitierung der Wasserkraftwerke Mahipar und Sarobi
Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner:
Ministerium für Energie und Wasser Afghanistan
Durchführungs-organisationen:
KfW
Provinzen:
Kabul
Programmziel:
Einen Beitrag zur Sicherung und Verbesserung der Stromversorgung von Kabul leisten. Damit wird die Grundlage für zunehmende wirtschaftliche und soziale Aktivitäten sowie für den Wiederaufbau geschaffen.
Gesamtlaufzeit:
Rehabilitierung der Wasserkraftwerke: 2002 – 2014; Lieferung und Einbau von Ersatzteilen: 2013 – 2017
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